1911

Erbschaftsannahme durch die Stadt Berlin, verbunden mit der
Namensänderung in "Deutsches Entomologisches Museum" (DEM). Der
landesherrlichen Anerkennung (11. 12.) ging eine Auseinandersetzung mit
dem Direktor des Kgl. Zoologischen Museums der Berliner Universität,
Prof. Dr. L. Brauer, um die Eigenständigkeit der Kraatz'schen Stiftung
voraus (Horn 1912, 1922).

Signet des Deutschen Entomologischen Museums. In der existenziellen
Bedrängnis ob der Eigenständigkeit der Kraatz'schen Stiftung entsteht
1911 auch das Signet des Deutschen Entomologischen Museums mit der
Heuschrecke und dem Wahlspruch "Luctor et emergo", das fortan als "ex
libris" der Bibliothek wie auch auf den Veröffentlichungen und
Briefköpfen geführt wird. Die Heuschrecke, der man ganz im Sinne des
Jugendstils sozusagen "auf gleicher Augenhöhe" ins Gesicht schaut, soll
wie durch Sachtleben überliefert ist die "Weltmacht Insekten"
symbolisieren. Der Wahlspruch ist die Devise der Zeeländer im Kampf
gegen die Sturmfluten der Nordsee. Schöpfer des Signets sind W. Horn,
der Architekt H. Straumer, der Assistent K. H. Wagner und der Kunstmaler E. Bischoff-Culm.