1996

Das gemeinsame Konzept wird termingemäß im geforderten Sinne eingereicht (04. 01.). In der schriftlichen Stellungnahme vom 12. 07. empfiehlt der Wissenschaftsrat, das MfN und die Projektgruppe Entomologie institutionell zusammenzuführen.
Zu diesem Zweck soll im MfN neben den drei bestehenden Instituten ein Institut für systematische und ökologische Entomologie als vierte wissenschaftliche Einheit geschaffen werden, die den Namen "Deutsches Entomologisches Institut" tragen soll und das vorhandene entomologische Potential des MfN in Berlin und der Projektgruppe Entomologie, Eberswalde, zusammenfasst.

Für den Leiter des Deutschen Entomologischen Instituts wird die Einrichtung einer C4-Stelle an der Humboldt-Universität empfohlen. Zusätzlich zum Leiter sind an der bisherigen Projektgruppe Entomologie je 8 Stellen wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Mitarbeiter sowie drei Stellen für Bibliothekskräfte erforderlich. Der Standort Eberswalde soll als Teilstandort des neuen Instituts bestehen bleiben.
Mittel- und längerfristig ist die systematische Entomologie in Berlin, der ökologisch arbeitende Teil in Eberswalde zu konzentrieren.

Das Konzept des neuen Entomologischen Instituts soll von einem von den Ländern Berlin und Brandenburg einzurichtenden Gründungskomitee entwickelt werden, das aus externen Experten besteht.
Allerdings ist das Museum für Naturkunde Berlin nicht ernsthaft bereit, die Empfehlungen umzusetzen, insbesondere bezüglich der Empfehlung, die Entomologie aus dem Institut für Systematische Zoologie herauszulösen und als Deutsches Entomologisches Institut mit den Eberswaldern zu vereinigen (Schreiben an den 1. Vizepräsidenten der HUB). Zudem ist eine Aufnahme des Museums in die Blaue Liste (Leibniz-Gemeinschaft, WGL) nicht in Sicht, so dass das DEI ungeachtet aller Empfehlungen im Land Brandenburg auf sich gestellt bleibt.